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Viele
Arbeiten mit einem Grafikprogramm erinnern an Aufgaben aus einem Atelier. Man möchte z.B. mit Farben
malen, zeichnen, sprühen, einzelne Bildausschnitte wegradieren oder die Bildschärfe korrigieren.
Für diese Aufgaben werden von den Grafikprogrammen "digitale Werkzeuge"
bereitgestellt, die den echten Werkzeugen aus einem Atelier nachempfunden sind. Mit einem digitalen Pinsel
bringt man Farbe auf ein Bild, mit einer Art "Schere" kann man ein Bildteil ausschneiden und mit dem
Radiergummi Bildbereiche entfernen.
Jedes Grafikprogramm benutzt dabei natürlich seine eigenen Symbole und
Werkzeugleisten. Grundsätzlich funktionieren diese Tools aber alle sehr ähnlich.
Verwirrend ist eigentlich nur die große Anzahl der Werkzeuge. Photoshop
bietet z.B. über 50 verschiedene Hilfsmittel. Da verliert man schnell die Übersicht und der Spaß bleibt
auf der Strecke.
Deshalb ist es ratsam sich am Anfang nur auf ein paar Werkzeuge zu konzentrieren und den Umgang damit zu
erlernen. Hier eine Übersicht der wichtigsten Werkzeuge.
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1.
Werkzeuge für die Bildauswahl
Wie bereits in Kapitel 8 angesprochen, ist die Auswahl von einzelnen Bildteilen eine der Hauptaufgaben in
der Bildbearbeitung. Deshalb gibt es dafür auch eine große Anzahl an Werkzeugen.
Es gibt Auswahlwerkzeuge für Rechtecke und Kreise. Oft kann man mit einer Art Lasso einen freien Bildteil
auswählen, oder mit einem Zauberstab einen Bereich nach einer bestimmten Farbe auswählen. |
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2.
Werkzeuge zum Vergrößern und Verschieben
Oft ist ein Bild viel größer als der Bildschirm. Um trotzdem das Bild in Originalgröße bearbeiten zu
können, benötigt man ein Werkzeug um das Bild zu verschieben.
Das Verschiebe-Werkzeug wird meist mit einem Handsymbol dargestellt.
Um Details exakt zu bearbeiten ist ein vergrößerter Bildausschnitt sehr hilfreich. Hierfür wird die Lupe
eingesetzt. Damit lässt sich ein Bildausschnitt in mehreren Stufen ein- und auszoomen. Vergrößerungen bis
1600% sind dabei möglich. |
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3.
Werkzeuge zum Löschen von Bildpunkten
Der Radiergummi entfernt einzelne Bildteile. Diese Funktion wird oft
überschätzt, da vergessen wird, dass dabei keine Hintergrundstruktur zurückbleiben kann, sondern nur die
eingestellte Hintergrundfarbe übrig bleibt.
Radieren funktioniert also nur mit einem einfarbigen Hintergrund so richtig gut. Deshalb ist das Arbeiten
mit verschiedenen Ebenen ein nicht zu unterschätzender Vorteil, für das nachträgliche Entfernen von
Bildteilen. |
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4.
Werkzeuge zum Verändern von Bildpunkten
Für die Manipulation von Bildpunkten (Pixel) gibt es wieder eine
Vielzahl von Werkzeugen. Man kann Bildteile verwischen oder verschmieren, man kann mit einem Schwamm die
Farbe reduzieren oder Kanten schärfen.
Bei diesen Arbeiten arbeitet man meist mit einem vergrößerten Bildausschnitt, da hierbei meist höchste
Präzision notwendig ist. |
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5.
Werkzeuge für Bildeffekte
Hier ist der Stempel wohl das beeindruckenste Werkzeug. Man kann damit
ausgewählte Stellen in einem Bild einfach an andere Stellen kopieren.
Dieser Vorgang ist ideal um Staub und Kratzer aus einem Foto zu entfernen (Radieren funktioniert nur
selten). Man wählt einen Bildausschnitt neben der schadhaften Stelle und "stempelt" damit über die
Problemzone. |
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6.
Werkzeuge für das Zeichnen und Malen
Natürlich kann man mit einem Grafikprogramm auch Zeichnen und Malen.
Es gibt unzählige Stift- und Pinseltypen. Man kann Form und Spitzengrößen einstellen und gute Programme
können sogar den Anpressdruck simulieren.
Ernsthafte Maler benötigen aber ein Grafiktablett, da das Malen mit der Maus nicht so recht funktioniert.
Mit einem Grafikstift geht das viel besser. |
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7.
Werkzeuge für die Texteingabe
Diese Funktionen kennt man von vielen anderen Programmen, aber gerade
bei einem Grafikprogramm ist die Textverarbeitung ein heikles Thema, da der Text sofort mit dem
Hintergrund verschmilzt und nachträglich nicht mehr geändert werden kann.
Nur Programme mit guten Ebenenfunktionen sind auch in der Lage den Text als "Objekt" zu speichern, um ihn
auch nachträglich noch einmal zu verändern. |
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Mit diesen Grundwerkzeugen kann man schon ziemlich viel anstellen. Um mehr über die Werkzeuge zu erfahren,
muss man aber die Beschreibung der einzelnen Werkzeuge in der Hilfe des Grafikprogramms nachlesen, sonst
erfährt man nie die vielen kleinen Tricks, die notwendig sind, um die Werkzeuge sicher zu beherrschen.
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Zusammenfassung:
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Die Grafikprogramme bieten verschiedene Werkzeuge für die Bildbearbeitung an. |
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Die Werkzeuge sind den realen Hilfsmitteln aus einem Grafikatelier nachempfunden. |
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Bei den Textwerkzeugen gibt es leider noch große Qualitätsunterschiede. |
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Für den ernsthaften Umgang mit den Malwerkzeugen wird ein Grafiktablett benötigt. |
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Die Hilfeseiten der einzelnen Programme zeigen viele Tricks zu den Werkzeugen. |
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Manche Werkzeuge sind nicht einfach zu bedienen. Da hilft nur Geduld und viel üben. |
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